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Stolpersteine in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Stolpersteine in der Berufsunfähigkeitsversicherung

(Dieser Artikel wurde 23228 mal gelesen - Artikel erstellt von: Wegweiser-Berufsunfähigkeitsversicherung)

Stolpersteine auf dem Weg zum Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind:

  • Gesundheitszustand und Vorerkrankungen
  • Berufliche Tätigkeit bzw. Berufsgruppe
  • Hobby bzw. Freizeitsportrisiko

Gesundheitszustand und Vorerkrankungen:

Der aktuelle Gesundheitszustand bzw. die Vorerkrankungen der letzten 5 bis 10 Jahre werden im Antragsformular der Versicherungen abgefragt und ist neben dem Beruf die Entscheidungsgrundlage für den Umfang und Kosten Eures Versicherungsschutzes.
Es kann zu einer uneingeschränkten Annahme, zu Beitragszuschlägen und/oder Leistungsausschlüssen kommen, oder zu einer Ablehnung des Antrags. Bei einem Leistungsausschluss (auch Ausschlussklausel genannt) werden bestimmte Erkrankungen/Beschwerden vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

Beispiel einer Ausschlussklausel:
"Funktionsstörungen und Erkrankungen der Wirbelsäule einschließlich des Bandscheiben- und Bandapparates sowie deren Fortschreiten und alle Leiden, die medizinisch nachweisbar damit ursächlich zusammenhängen, lösen keine Leistung wegen Berufsunfähigkeit aus und bleiben bei der Festsetzung des Berufsunfähigkeitsgrades aus anderen gesundheitlichen Gründen unberücksichtigt."

Zum Thema Vorerkrankungen findet Ihr hier einen ausführlichen Artikel...


Berufliche Tätigkeit bzw. Berufsgruppe:

Wer einem sogenannten Risikoberuf nachgeht wird feststellen, dass der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung eine finanzielle Herausforderung ist. Während ein Akademiker, der überwiegend kaufmännisch tätig ist, BU-Schutz zu sehr günstigen Prämien erhält, zahlt der Handwerker teilweise das Fünffache für den identischen Schutz. Hintergrund ist die Einteilung in sogenannte Berufsgruppen.

Die Berufsgruppeneinteilung der Versicherungsgesellschaften stuft jeden Beruf in eine bestimmte Risikogruppe ein. Die Berufsgruppe entscheidet über den Preis der BU-Absicherung und gibt vor, bis zu welchem Alter ich mich absichern kann. Kaum ein Versicherer bietet beispielsweise die Absicherung von Beamten bis zum 67. Lebensjahr an. Die Grenzen liegen hier in der Regel beim 55. oder 60.sten Lebensjahr. Auch Handwerker müssen mit Einschränkungen rechnen. Jeder Versicherer arbeitet mit seinen eigenen Berufsgruppen, so dass es alleine durch die Risikoeinstufung des Berufs zu unterschiedlichen Kosten kommen kann.

In der nachfolgenden Tabelle findet Ihr exemplarisch die Berufsgruppeneinteilung eines Versicherers mir den zugeordneten Berufen. Während ein 30jähriger Akademiker hier in der Berufsgruppe 1 eine monatliche BU-Rente bis zum 67. Lebensjahr für unter 40,00 Euro erhält, zahlt der Dachdecker in Berufsgruppe 5 einen monatlichen Beitrag von über 150,00 Euro - bei identischem Schutz!!

Vom Beruf hängt ab, ob man überhaupt versicherbar ist, wieviel die Absicherung kostet und bis zu welchem Alter ich mich versichern kann.

Berufsgruppe:*Personenkreis:Beispielberufe:
1 oder AAkademiker mit ausschließlicher Tätigkeit in Büro, Praxis oder Kanzlei sowie die meisten Berufe mit kaufmännischer AusbildungArzt/Ärztin, Architekt/in, Rechtsanwalt/anwältin, Steuerberater/in, Diplomkaufmann/frau, Mathematiker/in, Verwaltungsingenieur/in, Bankkaufmann/frau, Versicherungskaufmann/frau
2 oder BKaufmännische oder vergleichbare Berufe mit einer überwiegend sitzenden oder aufsichtsführenden Tätigkeit, Akademiker mit körperlicher TätigkeitFinanzbuchhalter/in, Tierarzt/-ärztin, Notarfachangestellter/e, Optiker/in, Chirurg/in, Sekretär/in
3 oder CBerufe mit leichten körperlichen oder Außendiensttätigkeiten. Dies beinhaltet auch kombinierte sitzende/stehende Tätigkeit mit geringer körperlicher Komponente oder handwerkliche Berufe mit einem geringen Grad an körperlicher TätigkeitBuchbinder/in, Elektriker/in, Koch/Köchin, Mechaniker/in, Maschinenführer/in, Krankenpfleger/in, Lageristin/in, Hausmeister/in
4 oder DHandwerkliche oder vergleichbare Berufe mit überwiegend körperlicher Tätigkeit, die das Heben / Tragen oder Zwangshaltung beinhaltenInstallateur/in, Landwirt/in, Metzger/in, Schreiner/in, Feuerwehrleute, Metallbauer/in, Chemiefacharbeiter/in, Schweißer/in
5 oder EBerufe mit sehr starker körperlicher Beanspruchung und/oder erhöhter Unfallgefährdung und/oder Arbeiten in körperlicher ZwangshaltungStraßenbauarbeiter/in, Bauarbeiter/in, Dachdecker/in, Fliesenleger/in, Müllwerker/in

*Jeder Versicherer arbeitet mit eigenen Berufs- bzw. Risikogruppen. Je nach Anbieter gibt es bis zu 15 Berufsgruppen. Die Berufsgruppe wird mit einer Zahl bzw. einem Buchstaben gekennzeichnet. Die Gruppe 1 oder A kennzeichnet die günstigsten Berufsgruppen. Viele Versicherer differenzieren innerhalb dieser Gruppierung nochmals (z.B. 1++ oder A--).


Hobby bzw. Freizeitsportrisiko

Wer das Glück hat einer günstigen Berufsgruppe anzugehören und noch dazu kerngesund ist, dem können trotz dieser positiven Umstände beim BU-Abschluss noch Probleme entstehen. Neben den Gesundheitsfragen interessieren die Versicherer sich für Eure Hobbies. Betreibt Ihr ein aus Sicht des Versicherers "gefährliches Hobby", kann das einen Risikozuschlag, einen Leistungsausschluss oder sogar eine Ablehung zur Folge haben. Ob Bergsport, Kampfsport, Motorsport (Auto, Motorrad, Quad etc.), Wassersport, Tauchsport oder Wintersport. Je nach Ausprägung des Hobbies drohen Einschränkungen.

Eine Übersicht der Sportarten mit den möglichen Auswirkungen findet Ihr im "Artikel FAQ - Häufige Fragen..."


Immer wieder hört oder liest man von den Nachteilen eine Ablehnung von einem BU-Versicherer zu erhalten. Die Ablehnung wird zentral registriert und man hat kaum die Chance einen neuen Antrag erfolgreich einzureichen. Häufig wird von Stiftung Warentest geraten mehrere Probeanträge gleichzeitig zu stellen. Der Tipp hat nur leider seine Tücken und wird von uns und vielen Experten aus folgenden Gründen nicht geteilt:

Zum einen dauert die Antragsprüfung unterschiedlich lang, zum anderen wollen die Versicherer das gar nicht machen. Die sagen nämlich: „Wir haben die Arbeit und die anderen bekommen den Kunden.“ Daher wird nur ein oberflächlicher Blick auf die Vorerkrankungen geworfen, dann wird in die Liste der Standardentscheidungen geschaut (in so einer Liste steht zum Beispiel: gebrochener Zeh – seit 3 Jahren beschwerdefrei – kein Annahmeproblem, erhöhter Blutdruck 160 zu 120 – 20% Aufschlag bzw. Beitragszuschlag, Bandscheibenvorfall vor 3 Jahren – keine Annahme möglich, HWS-Syndrom nach Verkehrsunfall vor 4 Jahren – Ausschluss des Rückens). Das Ergebnis wird dann zum Beispiel mit folgendem Hinweis mitgeteilt: "Wir freuen uns, wenn Sie das Ergebnis der Voranfrage veranlasst, einen Antrag einzureichen. Im Zuge der Risikoprüfung kann es erforderlich sein das noch weitere Informationen benötigt werden bzw. Rückfragen bei behandelnden Ärzten eingeholt werden müssen." Übrigens: Bei den meisten BU-Versicherern gibt es keinen klassischen Risikoprüfer mehr, sonder die Prüfung erfolgt maschinell durch die Erfassung der Diagnosen in einem Risikoprüfprogramm. Durch diese maschinelle Risikoprüfung geht jegliche Einzelfallbetrachtung verloren. Auf die BU spezialisierte Experten haben persönliche Ansprechpartner um Einzelfälle zu besprechen. Unser Tipp – schließt Sie nie eine Berufsunfähigkeitsversicherung alleine ab. Hier braucht es professionelle Unterstützung. Gut sind z.B. Makler, die viele BU-Verträge bearbeiten und daher ein umfangreiches Wissen in diesem Bereich haben. Ein Profi kann konkrete Informationen zu den Problemen bestehender Vorerkrankungen machen. Wer das ganze alleine mit einer Unsumme von Probeanträgen angeht ist hoffnungslos überfordert. Sucht Euch einen Spezialisten, der mit gezielten Ratschlägen zur Seite stehen kann.

Merke:
Den Tipp eine Erkrankung nicht anzugeben sollte man mit der Suche nach einem anderen Berater beantworten! Das ist nicht seriös!

Sollten Vorerkrankungen ein Problem für eine erfolgreiche Annahme darstellen, können Gruppenverträge in manchen Fällen eine Lösung sein. Nachteil – häufig gibt es leider keine Möglichkeit eine selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, sondern nur eine Zusatzversicherung zu einem anderen Vertrag (z.B. zur betrieblichen Altersvorsorge). Der Vorteil ist jedoch, dass die Antragsfragen nicht so ausführlich sind, so dass die Annahme unkomplizierter ist.

Ist kein akzeptabler Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung möglich , gilt es folgendes zu tun:

  1. Nehmt eine erhaltene Ablehnung bitte auf keinen Fall persönlich. Ein Versicherungsunternehmen ist nun mal ein Unternehmen, keine caritative Einrichtung. Würden die Unternehmen allen Versicherungskunden mit Vorerkrankungen Abschlüsse ermöglichen, könnten sie später vielleicht nicht leisten. Ärger und Prozesse wären die Folgen. Das wäre für beide Seiten ungut. Ihr müsst auch immer bedenken, dass für einen Versicherungsmathematiker der Begriff Risiko ein anderer ist, als er das für Euch ist.
  2. Betrachtet die Alternativen, die wir Euch hier im Forum auch anbieten. Hier denkt wahrscheinlich jeder als erstes an die Unfallversicherung. Der große Nachteil dieser Versicherung – sie leistet nur nach Unfall, aber nicht bei Krankheit. Es ist allerdings so, dass die wenigsten Berufsunfähigkeiten aufgrund eines Unfalls entstehen. Wer aber keine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommt, kann damit wenigstens ein Teilrisiko abdecken, bei einer bleibenden Invalidität, nicht ohne Geld dazustehen. Zudem gibt es inzwischen recht gute Policen, die den Unfallbegriff nicht ganz so eng definieren. Dann leistet der Versicherer z.B. auch bei Folgen von Infektionskrankheiten oder nach einem Schlaganfall.
    Eigentlich ist eine Absicherung über die Erwerbsunfähigkeitsversicherung am naheliegensten. Diese leistet zwar nicht bei Berufsunfähigkeit (also wenn man seinen individuellen Beruf zu mindestens 50% nicht mehr ausüben kann) sondern bei Erwerbsunfähigkeit, also wenn man keinem Erwerb von mehr als 3 Stunden täglich mehr nachgehen kann. Wenn man bedenkt, dass die staatliche Erwerbsminderungsrente jedoch extrem geringfügig ist, kann man mit einer solchen Police diese gut aufstocken. Aber - ganz wichtig! Das Produkt beinhalten, da müsst Ihr darauf achten, die gleichen Leistungsvoraussetzungen wie die gesetzliche Absicherung – also die 3-Stunden-Regel. Das macht das Produkt wesentlich sicherer und verständlicher als die BU. Denn habt Ihr den Bescheid über die volle Erwerbsminderungsrente der gesetzlichen Rentenversicherung in der Tasche, so kann sich wohl kaum der Versicherer vor der Leistung drücken, was bei der BU anders aussieht.
    Übrigens:
    Der Großteil der gesetzlichen Erwerbsminderungsrenten wird wegen voller Erwerbsminderung bewilligt, also wegen Erwerbsunfähigkeit.

    Auch bei der Erwerbsunfähigkeitsversicherung erfolgt normalerweise eine Gesundheitsprüfung analog der BU. Es gibt derzeit nur einen einen privaten Versicherer der auf eine Gesundheitsprüfung verzichtet und Euch vollen und uneingeschränkten Versicherungsschutz anbietet. Es gelten die gleichen Regelungen wie in der gesetzlichen Rentenversicherung. Ihr bekommt sogar in bestimmten Fällen Eure Beiträge zurück, erhaltet die Rente rückwirkend, was in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht der Fall ist, und habt noch eine kostenfreie Pflegeversicherungsoption. Das ist eine faire Lösung. Das Produkt könnt Ihr über unseren unabhängigen Experten über dieses Forum beantragen, was mit zusätzlich ausgehandelten Vorteilen verbunden ist.
    Es gibt auch noch die Dread-Disease-Versicherungen. Besser ausgedrückt, eine Schwere-Krankheiten-Versicherung. Hier ist der Eintritt einer Erkrankung versichert. Es gibt nur sehr wenige Anbieter in Deutschland, obwohl sich das Produkt international längst durchgesetzt hat. Die BU ist allerdings nach wie vor das lukrativste Produkt für den Versicherer und man will sich natürlich nicht selber torpedieren. Einige wenige Versicherer (die Bayerische, Canada Life, Gothaer und Zürich) sind allerdings bereit das Risiko zu tragen und bieten dieses Produkt neben ihren Erwerbsunfähigkeit und BU-Versicherungen an. Kombiniert man die Dread-Disease-Versicherung mit einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung, so ist die Wahrscheinlichkeit Leistungen zu erhalten deutlich höher, als das in der BU der Fall ist.
    Ein weiteres modernes Produkt ist die Grundfähigkeitenversicherung. Der gebotene Schutz ist allerdings auch wieder nur über viele Gesundheitsfragen zu bekommen, kann aber für handwerkliche Berufs, für die eine BU kaum zu finanzieren ist eine sehr interessante Alternative sein. Auch hier ist die Kombination mit einer Erwerbsunfähigkeit oder Dread-Disease machbar.

  3. Die meisten BU-Fälle treten erst in einem höheren Alter (im Schnitt 51 Jahre – bei psychischen Erkrankungen früher) auf. Wenn Ihr aktuell gesundheitliche Probleme habt und keine BU bekommt, ist es keine Lösung sich gar nicht abzusichern. Nutzt zum Beispiel die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsprüfung als ideale Aufstockung der gesetzlichen Absicherung. Ihr könnt dann immer noch in ein anderes Produkt wechseln, wenn Euer Gesundheitszustand später besser ist.
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