Bin ich berufsunfähig? Wie beantrage ich meine Rente bei der Versicherung?

(Dieser Artikel wurde 142919 mal gelesen - Artikel erstellt von: Wegweiser-Berufsunfähigkeitsversicherung)

Wer weiss wie die privaten Unternehmen bei der BU-Prüfung vorgehen, kann besser nachvollziehen was der immer wieder falsch verstandene Begriff „Berufsunfähigkeit“ überhaupt bedeutet. Entsprechend besser kann man einschätzen, ob der langwierige Antrag auf Zahlung der vereinbarten Berufsunfähigkeitsrente Sinn macht, oder ob man Hilfe beim Profi sucht.

Hier noch ein Hinweis auf einen ähnlichen Artikel mit vielen Hintergrundinfos:

"Prüfung der Berufsunfähigkeit – Wie wird geprüft, ob ich berufsunfähig bin?"

Insbesondere werden in dem oben genannten Artikel Informationen zur Prüfung der Verweisungsmöglichkeiten erläutert. Das sollte der erste Punkt sein, den man durch einen Blick in die Versicherungsbedingungen abklären kann. Welche Verweisungsmöglichkeiten hat der Versicherer? Nehmt den Vermittler zu Hilfe, der das Produkt empfohlen hat. Je weniger Verweisungsmöglichkeiten ein Vertrag enthält, umso besser.

Im Nachfolgenden wird die Vorgehensweise beschrieben, wenn man sich nach Besprechung mit seinem Arzt entschieden hat eine Berufsunfähigkeitsrente zu beantragen.

Es geht um viel Geld

Versicherungen sind langjährigen Kunden gegenüber schon mal kulant, wenn es um kleine Beträge geht. Das gilt jedoch nicht für die Leistung aus der Berufsunfähigkeitsversicherung. Dafür geht es geht es um zu viel Geld. Kulanz kann man hier nicht erwarten. Es wird knallhart geprüft, ob Berufsunfähigkeit im Sinne Eurer Tarifbedingungen besteht oder nicht. Sollte die Versicherung Möglichkeiten finden Eure Berufsunfähigkeit anzuzweifeln wird sie das auch sicherlich tun.

Ihr könnt Euch das recht einfach mal durchrechnen. Hier ein stark vereinfachtes Zahlenbeispiel:
Ihr habt 1000,-- Euro monatliche Berufsunfähigkeitsrente versichert und werdet mit 45 berufsunfähig. Euer Verischerungsschutz hat noch eine Restlaufzeit von 20 Jahren, also bis 65 Jahre. Dann müsste die Versicherung (Erhöhungen jetzt mal weggelassen) 12.000,-- Euro jährlich zahlen und das im schlimmsten Fall 20 Jahre lang, also insgesamt 240.000,-- Euro. Das macht die Versicherung nicht einfach mal so.

Stellt Euch darauf ein, dass die Versicherung zunächst einmal ablehnt, wenn die Sachlage nicht vollkommen eindeutig ist.

Bevor die Versicherung sich mit der Frage beschäftigt ob eine Berufsunfähigkeit gemäß den Versicherungsbedingungen vorliegt, wird erstmal geprüft ob beim damaligen Antrag auch wirklich alle Gesundheitsfragen korrekt gemacht wurden. Ist das nicht der Fall, wird der Versicherer sein Recht eines Rücktritts oder einer Anfechtung geltend machen. Somit kann er eine Menge Zeit und Geld sparen, einerseits für die zeitaufwendige medizinische Leistungsprüfung, die Verwaltungskosten verursacht und Mitarbeiter bindet, andererseits für die ersparten Leistungszahlungen.

Wie kann man erkennen, ob man berufsunfähig ist?

Die meisten Berufsunfähigkeiten sind auf eine Krankheit zurückzuführen, also nicht auf einen Unfall. Bei „schweren“ Unfällen sind die Folgen häufig sehr schnell zu erkennen. Bei Krankheiten entwickeln sich die Folgen schleichend. Das macht es natürlich extrem schwierig festzustellen, seit wann die Krankheit so weit fortgeschritten ist, dass auch eine Berufsunfähigkeit gegeben ist.

Meist ist man bereits über einen längeren Zeitraum arbeitsunfähig. Wenn eine Arbeitsunfähigkeit 3 Monate oder länger besteht, sollte ein Arzt ggf. auch erkennen können ob bzw. wann eine Besserung zu erhoffen ist oder nicht. Diese ärztliche Einschätzung nennt man Prognose.

Entscheidend ist nun wie die Berufsunfähigkeit in Euren Versicherungsbedingungen formuliert ist. Wird dort ein Prognosezeitraum von 3 Jahren genannt oder von 6 Monaten. Der Arzt kann wesentlich leichter eine Prognose für 6 Monate abgeben (insbesondere schon abgelaufenen 3 Monate vergangen sind), als er dies für 3 Jahre kann. Gut ist es also, wenn man einen Vertrag abgeschlossen hat, der einen Prognosezeitraum von 6 Monaten beinhaltet. Wenn der Arzt ganz klar sagen kann, dass Eure Arbeitsunfähigkeit definitiv insgesamt länger als 6 Monate dauern wird, dann ist der Zeitpunkt gekommen mit ihm über die Frage einer vorliegenden Berufsunfähigkeit zu sprechen.

Merke: Berufsunfähigkeit bedeutet nicht, dass Ihr bis an Eurer Lebensende nicht mehr arbeiten könnt. Die meisten BU-Fälle sind vorübergehend, also über einen Zeitraum von z.B. ein, zwei oder auch drei Jahren.

Professionelle Hilfe für die Beantragung ist notwendig

Je besser und umfangreicher Ihr bei der Beantragung der Berufsunfähigkeitsrente den Versicherer informiert, umso schneller kann ein Vorgang auch entschieden werden. Muss ein Versicherer erst von sich aus Daten anfordern, hat er hier natürlich auch ein gutes Instrument zur Zeitverzögerung zur Hand. So dauern die Prüfungsvorgänge oft Monate und Monate und Monate. Das kostet nicht nur Geld, sondern ungeheuere Kräfte, die man möglicher Weise aufgrund der bestehenden Erkrankung gar nicht aufbringen kann.

Sicherlich ist der Arzt der erste Ansprechpartner. Schließlich muss dieser ja das ärztliche Gutachten bezüglich Eurer beruflichen Tätigkeit erstellen bzw. seinen Patienten bei der Auswahl eines entsprechenden Gutachters unterstützen.

Der Arzt ist i.d.R. kein Fachmann für Versicherungen. Es ist daher empfehlenswert sich entweder an eine Verbraucherzentrale oder gleich an einen Fachanwalt zu wenden

Eingereicht werden muss, neben einem „anständigen“ Anschreiben mit Adresse, Versicherungsnummer, Anliegen (Eintritt des Leistungsfalles im Monat/Jahr) und Aufführung der Anlagen. Liegt bereits ein Gutachten Eures Arztes vor, solltet Ihr dies mit einrechnen.

Es ist empfehlenswert bereits Eurem Anschreiben eine detaillierte Darstellung der beruflichen Tätigkeit (genannt Berufskunde) beizulegen. Falls man das nicht macht, wird der Versicherer Euch bzw. Eurem Arzt entsprechende Fragebögen zusenden, auf die man erst mal warten muss und die im Prinzip vorgeben, was anzugeben ist. Die eigene Darstellung kann ggf. günstiger ausfallen, da Ihr individueller Eure Tätigkeit beschreiben könnt. Euer Versicherer wird von Euch eine aktuelle Schweigepflichtentbindung gegenüber Ärzten und Eurer Kasse anfordern. Unterschreibt keine pauschale Schweigepflichtentbindung. Der Versicherer muss Euch konkret mitteilen bei wem er weshalb welche Auskunft einholen will. Ihr habt dann auch die Möglichkeit diese Auskünfte selber einzuholen und dem Versicherer zur Verfügung zu stellen. Zwar besteht für Euch eine Mitwirkungspflicht, die aber nicht ins unendliche gehen darf.

Merke: Ihr braucht professionelle Hilfe. Nur ein Fachmann kann sagen, welche Punkte wie darzustellen sind.

Die Darstellung der beruflichen Tätigkeit - Berufskunde

Bei der Darstellung der beruflichen Tätigkeit sind viele Dinge zu beachten. So ist z.B. das Einkommen und die soziale Stellung, die man durch diese Tätigkeit erlangt hat, von Bedeutung. Als Angestellter kann man eine durch seinen Arbeitgeber erstellte Bestätigung der Einkommenshöhe beilegen. Natürlich ist auch die Steuererklärung ausreichend. Auch Weiterbildungen können wichtig sein. Wichtig kann auch sein, ob jemand regelmäßig zu den gleichen Zeiten arbeitet oder Schichten einzuhalten hat. Ganz entscheidend ist eine Aufschlüsselung der Tätigkeiten nach Zeit – also wie lange macht man was? Welche Arbeiten können ganz eindeutig nicht mehr erbracht werden, welche nur noch eingeschränkt. Dabei sollten die einzigen Tätigkeiten auch gewichtet werden. Ein Lehrer, der nicht mehr Sprechen kann, könnte zwar sicherlich noch korrigieren. Das Sprechen ist jedoch eine elementare Fähigkeit. Kann er seinen Schülern vorab nichts erklären, wird er auch nichts mehr zu korrigieren haben. Wichtig kann auch sein, wie lange jemand seine berufliche Tätigkeit bereits ausübt. Möglicherweise gab es erst vor einiger Zeit einen Berufs- bzw. Tätigkeitswechsel. Bei manchen BU-Tarifen kann man dann unter Umständen wieder auf die vorherige Tätigkeit verwiesen werden. Hilfreich kann auch die Berufsbeschreibung der Agentur für Arbeit sein. Auch bei der IHK und der Handwerkskammer gibt es für die entsprechenden Berufe genaue Beschreibungen und Erläuterungen, die Ihr natürlich dann individualisieren müsst.

Selbständige müssen z.B. noch den wichtigen Punkt „Umorganisation der Betriebsstätte“ beachten. Als Selbständiger muss man also darlegen, dass auch durch eine Umorganisation des Betriebs eine Weiterarbeit nicht möglich wäre. Die Höhe des Einkommens muss sich der Selbstständige am besten vom Steuerberater bestätigen lassen.

Es ist empfehlenswert, die ausführliche Darstellung Eurer beruflichen Tätigkeit vorab dem Arzt zu geben. Diese hilft dem Arzt das Gutachten zu erstellen und einschätzen zu können, ob Ihr Euren Beruf zu 50 Prozent nicht mehr ausüben könnt.

Das ärztliches Gutachten orientiert sich an der Berufskunde

Solltet Ihr von einem Hausarzt betreut werden, kann dieser unter Umständen kein Gutachten erstellen. Zudem akzeptieren häufig die Versicherungen kein Gutachten des Hausarztes und schicken Euch dann zu einem späteren Zeitpunkt zu einem Gutachter. Da vergehen schnell unnötige Wochen und Monate.

Der Hausarzt wird Euch also an einen Facharzt oder an eine Universitätsklinik überweisen (müssen). Hier ist häufig mit langen Wartezeiten zu rechnen. Man sollte daher nicht unnötig Zeit verlieren bis man überhaupt erst mal einen Termin vereinbart. Auch ist es empfehlenswert, vorab zu klären, welche Kosten für das Gutachten auf einen zukommen, damit es keine bösen Überraschungen gibt. Hier sollte man aber nicht am falschen Ende sparen. Das medizinische Gutachten, bezogen auf die berufliche Tätigkeit, kann unter Umständen das entscheidende Kriterium sein, ob Ihr Berufsunfähigkeitsrente erhaltet oder eben nicht. Das Gutachten muss umfangreich sein und sich wirklich in detailliert aufgeführten Punkten auf die berufliche Tätigkeit beziehen. Man sollte daher vorab auch klären, ob der ausgewählte Arzt überhaupt Erfahrung mit der Erstellung von Gutachten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung hat.

Antrag auf gesetzliche Erwerbsminderungsrente

Als Arbeitnehmer habt Ihr bei längerer Krankheit ggf. einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente von Seiten der gesetzlichen Rentenversicherung. Dies ist in der Regel auch die erste Anlaufstelle. Anders als in der privaten Versicherung, gibt es in der gesetzlichen Rentenversicherung eine einheitliche, im Sozialgesetzbuch (SGB) verankerte, Definition wann Erwerbsminderung vorliegt. Dementsprechend ist Euer Arzt hier auch besser informiert, als in der Tarifvielfalt der privaten Versicherer.

Wer eine Erwerbsminderungsrente beantragen möchte, muss einen Antrag hierauf beim zuständigen Rentenversicherungsträger stellen. Die entsprechende Anlaufstelle findet Ihr auf der Homepage der ”Deutsche Rentenversicherung Bund". Dort findet Ihr auch die notwendigen Formulare.

Die Prüfung der gesetzlich definierten Erwerbsminderung und die der privaten Berufsunfähigkeit erfolgen separat. Eine Erwerbsminderung prüft die Rentenversicherung, die Berufsunfähigkeit Euer privater Versicherer. Das bedeutet, dass der Erhalt einer Rente nicht auch automatisch den Anspruch auf die andere Rente nach sich zieht. Zwar gibt es BU-Versicherer, die eine gesetzliche unbefristet zugesagte volle Erwerbsminderungsrente (EM-Renten) auch als BU-Leistungsfall anerkennen. Dazu muss man aber wissen, dass die gesetzlichen EM-Renten sogenannte Zeitrenten sind und in den allermeisten Fällen erst nach 9 Jahren unbefristet bewilligt werden. Wenn es schlecht läuft, seid Ihr also aus gesetzlicher Sicht bereits 9 Jahre Erwerbsunfähig und erhaltet erst dann Eure private Berufsunfähigkeitsrente zugesprochen. Hättet Ihr hingegen eine private Erwerbsunfähigkeitsversicherung gehabt, wäre die Rente bereits mit Anerkennung der gesetzlichen vollen Erwerbsminderung geflossen. Das liegt an der 50 Prozentklausel der Berufsunfähigkeitsversicherung, die es dem Versicherer immer wieder erlaubt eine andere Entscheidung zu treffen als die gesetzliche Rentenversicherung, die Eure Restarbeitsleistung in Stunden bemisst.

Merke:
Selbst wenn Ihr von Seiten der gesetzlichen Rentenversicherung eine volle Erwerbsminderungsrente anerkennt bekommt, also aus deren Sicht als Erwerbsunfähig eingestuft seid, reicht dieser Bescheid keinem privaten BU-Versicherer als Nachweis für eine Berufsunfähigkeit aus, was schon ein starkes Stück ist.

Wenn die private Versicherung die Leistung verweigert

Häufig verweigern die Versicherungen die Leistung. Das kann berechtigt sein aber auch nicht. Gut ist derjenige dran, der sich bereits im Vorfeld, also bei der BU-Antragstellung kompetente Hilfe gesucht hat. Er hat für dieses Problem einen Ansprechpartner, der in Euren speziellen Fall bereits involviert ist.

Doch welche Möglichkeiten bestehen, wenn die Versicherung die Leistungsablehnung nicht nachvollziehbar oder nicht akzeptabel ist?

Dann kann man sich als erstes mal an den ”Ombudsmann für Versicherungen“ wenden. Leider dauert die Bearbeitung häufig ganz schön lange. Der Ombudsmann kann einen Streit schlichten. Zudem wird die Klagefrist (das ist die Frist, gegen die Ablehnung des Versicherers zu klagen) verschoben und zwar bis einen Monat nach der Entscheidung des Ombudsmannes. Die Streitschlichtung durch den Ombudsmann ist außergerichtlich und kostenlos.

Des weiteren kann/sollte man die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) informieren. Die BaFin überprüft, ob das Verhalten des Versicherers korrekt war. Bezüglich dieser Überprüfung wird auch der Vorstand des Versicherungsunternehmens informiert. Die BaFin führt eine Statistik über die eingegangenen Beschwerden gegen Versicherungsunternehmen, die jeder Verbraucher einsehen kann.

Sollte eine Klage notwendig werden, dann sollte der Weg zu einem Rechtsanwalt führen, der mit diesem Thema (also private Berufsunfähigkeitsversicherungen) bestens vertraut ist!!!


Beispiele anerkannter BU-Fälle junger Menschen:

Diese Beispiele stammen von einem Versicherer und soll einen Eindruck verschaffen, welche Gründe/Erkrankungen schon bis zum Alter von 45 Jahren zu Berufsunfähigkeit führen. Die überwiegende Azahl der Fälle hätte übrigens nicht nur Berufs-, sondern auch Erwerbsunfähigkeit zur Folge. Das heißt nicht nur die Ausübung des letzten Berufs, sondern auch eine anderen Erwerbstätigkeit war zum Zeitpunkt der Erkrankung nicht mehr möglich.

Alter bei Eintritt Erkrankung Beruf bei Eintritt BU-Grad in Prozent
19 Hemiparese rechts Chemielaborant 100
23 Knochenkrebs IT-Systemkaufmann (Azubi) 50
24 Mulitple Sklerose PTA 75
26 Hypophysentumor Partnervermittlerin 75
29 Non-Hodkin-Lymphom Zahnärztin 75
29 psychische Erkrankung Flugschüler 100
30 Schwere depressive Episode Handelsvertreterin AWD 75
30 Brustkrebs Physiotherapeutin 75
30 Hodenkrebs Schlossermeister 75
31 Angststörung Flugbegleiterin 100
31 Aids Geschäftsführer Landschaftsbau (selbständig) 100
32 Unterschenkelfraktur Lizenzfussballer 80
33 Fraktur des Unterschenkels Aufnahmeleiter 75
33 Wirbelsäulendegeneration Produktionarbeiter/Kisse nbauer 60
33 Hörverlust, Hörsturz Flugzeugführer 100
33 Mulitple Sklerose Versicherungskaufmann (selbst.) 60
34 Depressionen Sozialpädagogin 80
34 Depressionen Unternehmensberater 80
34 bösartige Neubildung des Nervensystems Zimmermann 100
34 Autoimmunerkrankung Fliesenleger 80
34 Brustkrebs Flugbegleiterin 100
35 Bandscheibenerkrankung selbst. Forstunternehmer 100
35 Knochen/Knorpeldegeneration der Wirbelsäule Pilot 100
35 Darmkrebs Patentanwältin 100
35 Darmkrebs Flugzeugführer 100
35 Darmerkrankung selbst. IT-Berater 75
35 Gehirnhautentzündung Flugzeugführer 100
36 somatoforme Schmerzstörung Studienberaterin 80
36 rezidivierende Depressionen selbst. Kaufmann 100
36 Multiple Sklerose Flugzeugführer 100
36 Gehirntumor Dipl. Biologe 100
36 Schulterluxation Pilot 100
36 Depressionen Flugzeugführer 100
36 Schielen Pilot 100
36 psychische Erkrankung Vers-Kfm. im Außendienst 50
36 Leberkrebs Flugbegleiter 100
36 Bandscheibenschaden Rundschleifer 80
36 psychische Erkrankung Flugbegleiterin 100
36 Mulitple Sklerose selbst. Tischlermeister 75
37 Hirnschädigung Gastronom (selbständig) 100
37 Parkinson Seniormanager, Verkaufstrainer f. Banken 80
37 multiple Unfallverletzungsfolgen leitender Angestellter/Personalwesen 100
37 Bandscheibenschaden Zahnarzt 70
37 Bandscheibenschaden Techniker 80
37 Darmkrebs Handelsvertreterin 100
37 Muskelschwund Bäckermeister (selbständig) 70
37 somatoforme Störung Pilot 50
37 Rückenmarksverletzung Netzwerkbetreuer 100
38 Magenkrebs Fagottist 80
38 Bindegewebskrebs Dozent/EDV-Berater 100
38 Kniearthrose, Bandscheibenschaden Abwassermeister 80
38 Depressionen Steuerberaterin ang. 70
38 Unfallverletzungsfolgen Gas-Wasser Installateurmeister selbständig 100
38 Migräne Pilot 100
38 Lungenerkrankung Bestatter 80
38 psychische Erkrankung Geschäftsführer (Industriedesigner) 80
39 Gonarthrose Dipl. Agraringenieur 75
39 Lungenkrebs Grafik-Designer 100
39 Angststörung, Depressionen Kammeramann selbst. 60
39 Gehirnblutung selbst. Kaufmann 100
39 Spondylitis Orthopäde 70
39 Diabetes Flugzeugführer 100
39 Darmverschluß Flugzeugführer 100
39 Eierstockkrebs Physiktechnikerin 100
39 Rückenmarksverletzung Landwirt 100
39 Lungenerkrankung Kauffrau selbst. 70
39 Tibiakopffraktur Schlosser (selbst.) 80
39 Brustkrebs Physiotherapeutin 100
39 Unfallverletzungsfolgen Zimmerer 100
39 Unterschenkelfraktur Verkaufsfahrer 80
39 Multiple Sklerose Pilot 100
40 lumbaler Bandscheibenschaden Schreinermeister, selbst. 80
40 Angststörungen Bezirksleiterin Bausparkasse 60
40 Hautkrebs Tischlermeister 100
40 Depressionen Rechtsanwalt 70
40 Querschnittslähmung Zahnarzt 100
40 Amputation eines Beines Geschäftsführer 100
40 Asthma bronchiale Friseurmeisterin 80
40 Lungenembolie Flugbegleiter 75
40 Bandscheibenschaden Kurierfahrer (selbständig) 80
40 Multiple Sklerose Gastwirt 80
40 Depressionen Versicherungsvermittler 100
40 Unterarmfraktur Elektromeister 80
41 Fraktur eines Lendenwirbels Versicherungsmaklerin 70
41 Schizophrenie Sonderschullehrerin 100
41 Depressionen Malermeister 75
41 Leukämie GF/ Möbelhaus 75
41 Bandscheibenschaden Maurer u. Verputzer 80
41 Depressionen selbst. Metallbauer 80
41 Aids kfm. Angestellter 100
41 Sklerose Steinmetz selbst. 80
41 Gehirntumor Pharmareferent 100
41 Fußfraktur selbst. Hotelfachmann 75
41 Augenerkrankung (Glaukom) Software-Ing. 80
41 Brustkrebs Allgemeinmed. 100
42 Anpassungsstörung Handelsvertreter (selbständig) 80
42 Rückenschmerzen Trockenbauunternehme r selbständig 50
42 Polyneuritis Generalagent AL 100
42 depressive Episode Physiotherapeut 60
42 Ganglion Krankengymnastin (selbständig) 60
42 Schenkelhalsfraktur Elektroinstallateurmeist er (selbständig) 70
42 Rotatorenmanschettenruptur, Schulter Zahnarzt 60
42 Lymphdrüsenkrebs Kfz-Meister 75
43 Epilepsie Pilot 100
43 Bandscheibenschaden Physiotherapeutin 50
43 Polyneuropathie Rechtsanwalt u. Steuerberater 75
43 Bewegungsstörung Zahnarzt 70
43 Meniskusschaden, Kreuzbandschaden Holzrücker 60
43 Analkrebs Hotelier 100
43 Brustkrebs Zahnärztin selbst. 50
43 Bronchialkrebs Fliesenlegermeister (selbständig) 100
43 Depressionen mitarb. GF eines Elektroinstallationsbetrie bes 70
43 Gehirntumor Arzt 100
43 Bandscheibenschaden Sekretärin 80
43 Manische Depressionen Personalberater 100
43 Depressionen Alkoholbrennerin 80
43 Drogenabhängigkeit Assistenzarzt 100
43 Kreuzbandschaden Unternehmensberater 75
43 non-Hodgkin-Lymphom Kfz-Meister 75
43 Unfallverletzungsfolgen Handelsvertreter 100
43 Bandscheibenschaden Fleischer/Verpacker (selbst.) 70
43 Bandscheibenschaden Holzrücker selbständig 60
43 Parkinson, Depressionen kaufm. Angestellter 80
44 Multiple Sklerose selbst. Elektroinstallateur 60
44 Lungenkrebs Organisationsbereichsle iter AL 100
44 Tumor selbst. Näherin 50
44 Rückenschmerzen Briefzusteller Postdienst 60
44 Bandscheibenschaden Flugzeugführer 75
44 Knochennekrose Getränkeausfahrer 80
44 Bandscheibenerkrankung Masseur 70
44 Spondylose Malermeister 80
44 Magenkrebs Assistenzarzt 100
44 Gehirnerkrankung Software-Entwickler, selbst. 100
44 Demenz Maschinenbauingenieur 80
44 Herzinfarkt Finanz-u.Wirtschaftsberater 70
44 Magenkrebs Übersetzer 100
44 Karpaltunnelsyndrom, Hand Heizungsbaumeister 70
44 Erblindung Fleischermeister 80
45 Gehirntumor Tierarzt 100
45 depressive Episode GF/ Möbelunternehmen 50
45 Depressionen Baubetriebswirt (selbständig) 50
45 chronische Harnwegsinfektion Geschäftsführein 70
45 emotionale Störung Geschäftsführer 70
45 Arthrose Geologe 60
45 Lymphdrüsenkrebs Ing. für Elektrotechnik 75
45 Bandscheibenschaden Unternehmensberater (selbst) 70
45 Hirninfarkt Geschäftsführer 60
45 Arthrose Physiotherapeut 80
45 Bandscheibenschaden Gynäkologin 80
45 Nierenkrebs Geschäftsführer, Dipl. Betriebswirt 100
45 Verletzung der Halsschlagader Stylistin Mode 75
45 Brustkrebs Physiotherapeutin 50
45 Depressionen selbst. Unternehmensberaterin 100
45 psychische Erkrankungen Viedeothekenbetreiberin 100

Berufsunfähigkeit und Hinzuverdienst

Oftmals stellt sich bei einer anerkannten privaten Berufsunfähigkeit die Frage: "Was kann ich zu meiner Berufsunfähigkeitsrente hinzuverdienen?" Hier gibt es einiges zu beachten, denn je nach Tätigkeit und Höhe des Hinzuverdienstes kann der Versicherer im Rahmen der konkreten Verweisung die BU-Rentenzahlung einstellen. Prinzipiell kann man sich als Richtlinie merken: Liegt der Hinzuverdienst bei 80% des Einkommens vor der Berufsunfähigkeit oder höher, ist die Wahrscheinlichkeit einer konkreten Verweisung und somit Wegfall der BU-Rente hoch. Ob dies dem Versicherer möglich ist, ergibt sich dann aus den individuellen Versicherungsbedingungen. Denn es spielt auch eine Rolle ob die neue Tätigkeit hinsichtlich der sozialen Wertschätzung gleichzusetzen ist mit der bisherigen Tätigkeit.

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