Auswirkung von Vorerkrankungen auf den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung

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Der Gesundheitszustand ist die größte Hürde beim geplanten BU-Abschluss:

Je früher, umso besser! Je älter man wird, umso mehr gesundheitliche Probleme tauchen auf. Im Prinzip kann alles, was über eine normale Erkältung hinausgeht, eine normale Annahme bereits verhindern. Normale Annahme bedeutet, dass weder ein Risikozuschlag (z.B. bei Bluthochdruck Prämie plus 25% aufwärts), noch der Leistungsausschluss für ein bestimmtes Risiko (z.B. Erkrankungen der Wirbelsäule)hingenommen werden muss. Bei verschiedenen Erkrankungen (z.B. Diabetes, Multiple Sklerose...) kann es zu einer Ablehnung kommen.
Beschwerden oder Krankheiten zu verschweigen macht keinen Sinn. Man wird das spätestens im Schadensfall merken.

Erstellen Sie am besten eine Liste sämtlicher Erkrankungen des im Antrag abgefragten Zeitraumes (i.d.R. 5 Jahre bzw. 10 Jahre bezüglich Krankenhausaufenthalten oder Operationen). Schreiben Sie auch chronische Erkrankungen (z.B. Skoliose, Allergien, Schilddrüsenerkrankungen) dazu. Geben Sie diese Liste einem Makler, der sich auf das Thema Arbeitskraft spezialisiert hat. Er kennt Ansprechpartner bei den einzelnen Versicherungen bzw. arbeitet mit einem Maklerservice zusammen, der entsprechende Vorabanfragen machen kann. So kann man schon mal vorfühlen, ob die Chance einer Annahme bzw. einer normalen Annahme besteht. Konkrete Ergebnisse ergeben sich immer erst nach abgeschlossener Antragsprüfung. Sollte diese ergeben, dass ein Risikozuschlag oder Leistungsausschluss angeboten wird, kann man das ablehnen und der Vertrag kommt nicht zustande.


So schauen z.B. die Antragsfragen aus: Fragen aus dem Antrag der Condor Versicherung.
Die Condor ist einer der wenigen Anbieter mit sogenannter Arbeitsunfähigkeitsklausel. Hierbei reicht eine längere Krankschreibung (gelber Schein) um die BU-Rente zu erhalten, ohne dass die 50%ige Berufsunfähigkeit nachgewiesen werden muss. Das kann viel Ärger ersparen.

So ist neben der kaum nachvollziehbaren Berufsunfähigkeitsklausel bereits eine länger andauernde Arbeitsunfähigkeit versichert.
Es gibt tatsächlich nur 8 von fast 100 BU-Anbietern, die eine solche für Laien nachvollziehbare und rechtssichere Regelung anbieten.
Hinweis: Typisch für die Anbieter ist, dass jeder seine AU-Leistungen anders formuliert. Eine Übersicht der unterschiedlichen Ausgestaltung findet Ihr hier.


Warum werden Menschen berufsunfähig? Was sind die Gründe?

42,1 Prozent der rund 178.000 neu bewilligten Erwerbsminderungsrenten des Jahres 2012 erfolgten wegen psychischer Störungen - z.B. Depressionen. Damit ist dies die mit Abstand häufigste Ursache für das Ausscheiden aus dem Erwerbsleben durch eine Erwerbsminderung. 1993 waren es lediglich 15,4 Prozent. Damals waren Muskel-und Skelett-Erkrankungen der häufigste Grund.

Muskel-, Skelett-, und Bindegewebserkrankungen - vor allem Bandscheiben- und Rückenleiden liegen mit 13,7% heute weit hinter den psychischen Leiden. Das liegt auch bzw. vor allem an den wesentliche besseren Behandlungs- und Rehabilitationsmöglichkeiten dieser Leiden.

Es folgen Krebserkrankungen (12,6%), Herz- und Kreislauferkrankungen (9,6%), Krankheiten des Nervensystems, Krankheiten des Verdauungssystems, Stoffwechselkrankheiten und „sonstige Krankheiten (18,2%).

Unfälle sind eher selten, was deutlich macht, dass die Unfallversicherung zur Absicherung der Arbeitskraft nicht die richtige Lösung ist. Übrigens sind Arbeitnehmer über die gesetzliche Unfallversicherung kostenfrei sehr komfortabel abgesichert, was den Fall eines Berufsunfalls betrifft. Die Beiträge zu dieser gesetzlichen Unfallversicherung zahlt ausschließlich der Arbeitgeber. Daher auch die komfortable Absicherung. Wenn man selten zahlen muss, kann das Leistungsspektrum ruhig hoch sein. Hierzu folgt in Kürze ein eigener Artikel.

Aktuelle Ergebnisse einer forsa-Umfrage (Veröffentlicht im November 2013) bestätigen: "Die meisten Menschen sind unzureichend und falsch gegen die finanziellen Folgen bei Verlust der Arbeitskraft abgesichert. Ein knappes Drittel der Erwerbstätigen besitzt überhaupt keine Versicherung in diesem Bereich. Der Großteil der Versicherten hat sich für eine Unfallversicherung entschieden, bei der psychische Krankheiten nicht versichert sind, die allerdings der häufigste Auslöser für eine Berufsunfähigkeit sind.

Merke: Das Risiko aufgrund einer Krankheit nicht mehr arbeiten zu können ist um ein Vielfaches höher, als das Risiko, durch einen Unfall so invalide zu werden, dass man seinen Beruf nicht mehr ausüben kann.

PlatzAnteil an EM-Renten in ProzentErkrankung (internationale Klassifikation - ICD10)Diagnosen (Auszug)Gründe (Auszug)
142,1Psychische Störungen (F00 bis F99)ADHS, Angststörung, Autismus, Belastungsstörungen, Borderline, Bulämie, Burnout, Demenz, Depressionen, Depressive Episode, Esstörung, Neurosen, Psychosen, PTSD (Posttraumatische Belastungsstörung) , Schizophrenie, Suchterkrankungen, Tic-Störung, Zwangsstörungen…Akkord, Schichtarbeit, Zeitdruck, Überstunden - unbefriedigende Arbeitssituationen, seelische Erkrankungen, Reisetätigkeit, Überforderung, Lärmbelastungen, Familiärer und/oder beruflicher Stress, Eintritt einer oder mehrerer unvorhersehbarer Ereignisse (z.B. Betroffener oder Zeuge eines Unfalls/einer Gewalttat)…
213,7Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems (M00 bis M99)Arthrose, Arthritis, Bindegewebskrankheiten, Bandscheibenvorfall, Bandscheibenleiden, Bandscheibenvorwölbung, BWS-Syndrom, Deformitäten des Muskel-Skeletsystems, Gelenkleiden, Hexenschuss, HWS-Syndrom, Knieerkrankungen, Kreuzbandriss, LWS-Syndrom, Lumbago, Meniskusriss, Morbus Bechterew, Osteoporose, Osteochondrose, Sonstige Gelenkkrankheiten, Sonstige Krankheiten des Rückens und der Wirbelsäule, Rheuma, Spondylopathien, Verspannungen allgemein...Statische Beanpruchung der Muskulatur durch überwiegend stehende oder sitzende Tätigkeiten, Leiter-und Treppensteigen, schweres Tragen und Heben, Hocken und Knien, körperliche Tätigkeiten allgemein…
312,6Neubildungen - Krebs (C00 bis D48)Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Darmkrebs, Hautkrebs, Hodenkrebs, Lungenkrebs, Prostatakrebs…Alkoholgenuss (erhöht), ungesunde Lebensweise ohne Obst, Gemüse und Bewegung, UV-Strahlen, Tabakrauch, erblich bedingt (in fünf bis 10 Prozent)…
49,6Herz- Kreislauferkrankungen (I00 bis I99)Bluthochdruck, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Herzklappenerkrankung, Herzmuskelentzündung, Herzrythmusstörung, Koronare Herzkrankheit, Krankheiten der Arterien, Venen, Schlafapnoe…Stress, Rauchen, Medikamente, psychische Belastungen, zu wenig Bewegung, ungesunde, nährstoffarme Ernährung….
53,8Stoffwechsel- und Verdauungskrankheiten (E00 bis E90 und K00 bis K93))Adipositas (Fettsucht, Fettleibigkeit, Übergewicht), Bauchspeicheldrüsenentzündung, Basedow-Krankheit, Colitis-Ulcerosa, Diabetes, Gallensteine, Gastritis, Gicht, Hämorriden, Hypercholesterinämie (Cholesterin erhöht), Chronisch entzündliche Darmerkrankung, Fettstoffwechselerkrankungen, Magengeschwür, Morbus Crohn, Nierensteine, Gicht, Reizdarmsyndrom, Schilddrüsenunterfunktion, Schilddrüsenüberfunktion, Schilddrüsenentzündung (Thyreoiditis), Sodbrennen, Verstopfungen... Stoffwechselerkrankugen können angeboren sein oder im Verlaufe des Lebens eintreten. Meist ist ein körperlicher Defekt die Ursache für das Auftreten einer solchen Erkrankung. Verdauungskrankheiten entstehen dagegen häufig durch Stress, zuviel Alkohol, falsche Ernährung bzw. durch die Nebenwirkungen von Medikamenten wie beispielsweise Antirheumatika...
618,2Sonstige Erkrankungen

Vorerkrankungen und Beschwerden, die zu Problemen bei Abschluss führen:

In der vorherigen Tabelle haben wir die häufigsten Gründe für Berufs- und Erwerbsunfähigkeit aufgeführt. Dementsprechend werdet Ihr bei Abschluss einer Versicherung im Antragsformular gezielt nach Vorerkrankungen oder Beschwerden aus diesen Bereichen gefragt. Nachfolgend ein Auszug der häufigsten Beschwerden, die auf jeden Fall zu weiteren Rückfragen durch den Versicherer führen:

Psychische Erkrankungen
Zum Beispiel Erschöpfungszustand, Überlastungssyndrom, Verstimmungen, Mobbing, Burnout-Syndrom, Angst- oder Zwangsstörungen, Essstörungen, Hyperaktivität,ufmerksamkeitsdefizit-Syndrom, Aufmerksamkeits-Hyperaktivitäts-Syndrom, Traurigkeit, Antriebsstörungen, Depressionen, Schizophrenie, Psychosen, Neurosen...

Muskel- und Skelettsystem, Bewegungsapparat:
Zum Beispiel Verspannungen, Blockaden, Hexenschuss, Ischias, Rückenschmerzen mit/ohne Massage(n), Lumbalgien, eingeklemmter Nerv, Bandscheibenbeschwerden, Krankengymnastik, Verkrümmung der Wirbelsäule, Skoliose, Schleudertrauma, Morbus Scheuermann, Beschwerden der Schulter-, Hüft-, Knie- oder Sprunggelenke, Verschleißerscheinungen,Beinlängendifferenz, Beckenschiefstand, Schleimbeutelentzündungen, Tennisarm...

Allergien, Atemwegs- und Hauterkrankungen:Allergie-, Atemwegs- oder Hauterkrankungen, z.B. Asthma, Bronchitis, Lungenemphysem, Lungenentzündungen, Luftnot, Emphyseme, Brustfell-, Rippenfell- oder Zwerchfellentzündung, Schlafapnoe, Dermatosen, Dermatitis, Neurodermitis, Ekzeme, Schuppenflechten, Nesselsucht, Heuschnupfen, Pollen-, Tierhaar-, Hausstaub-, Nahrungsmittel-, Kontaktallergien (z.B. Metalle, Latex, Chemikalien)...

Stoffwechselerkrankungen und Sonstige :
Zum Beispiel Diabetes mellitus Typ 1 und 2 (Zuckerkrankheit), Schwangerschaftsdiabetes, Glukosetoleranz, Gicht, erhöhte Blutfettwerte, abweichende Laborwerte wie erhöhte Blutfettwerte, erhöhtes Cholesterin, erhöhte Triglyceride, erhöhte Leberwerte, erhöhte Harnsäurewerte, Schilddrüsenerkrankungen wie Kropf (Struma), Schilddrüsenunterfunktion, heißer Knoten, kalter Knoten, Schilddrüsentumor, Schilddrüsenunterfunktion, Schilddrüsenüberfunktion, Morbus Basedow, Schilddrüsenentzündung (Thyreoiditis)......

Anbei findet Ihr nun eine Liste mit 100 Erkrankungen. Das macht deutlich, wie schwierig es ist, überhaupt eine normale Annahme zu erhalten. Problem – einige Erkrankungen sind nur bezogen auf den ausgeübten Beruf bedenklich. Es können daher keine verbindlichen Aussagen gemacht werden. Die Liste soll Euch jedoch auch helfen, keine Krankheiten beim Ausfüllen des Antrages zu vergessen.

Aktuell arbeiten wir daran Euch die Auswirkung einer solchen Diagnose, sofern vorhanden, auf einen BU-Antrag zu vermerken. Dieser Hinweis ist dann fett geschrieben. Mögliche Alternativen sind dann fett + kursiv formatiert. Da das eine Menge Arbeit ist, ist hier etwas Geduld gefragt. Über eine direkte Anfrage könnt Ihr aber die Auswirkung einer Vorerkrankung bei uns erfragen.


Nr.Diagnose/
Erkrankung/
Beschwerde
Erläuterungen und
Auswirkung auf den Berufsunfähigkeitsantrag
mögliche Alternativen
1AbszesseDurch Gewebseinschmelzungentstandene Eiteransammlung; meist durch eine Infektiondurch Bakterien entstanden; kann im schlimmsten Fall zur Blutvergiftung führen.
2AdoleszentenkyphoseSiehe Scheuermann´sche Erkrankung
Ablehnungsdiagnose in der BU - bestenfalls Leistungsauschluss für Wirbelsäule und Stützapparat.
Alternative: Erwerbsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsprüfung und/oder schwere-Krankheiten-Versicherung.
3Allergien
Heuschupfen
Pollenallergie
Als Allergie bezeichnet man eine Überempfindlichkeit und die daraus resultierende Reaktion des Körpers gegen normalerweise harmlose Stoffe.
Bei reinem Heuschnupfen (Pollenallergie ohne Beteiligung der Atemwege) Annahme, sonst Leistungsauschluss allergische Erkrankungen oder Risikozuschlag.
Alternative: Erwerbsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsprüfung und/oder schwere-Krankheiten-Versicherung.
4allergische Rhinitis
allergische Rhinokonjunktivitis
Saisonal oder ganzjährig; saisonal ist z.B. der Heuschnupfen, ganzjährig wäre z.B. eine Hausstauballergie;
5allergische Reaktion auf Insektengift
Bienen- und Wespenstichallergie
Allergische Reaktion auf die Giftstoffe der Insekten, die zur übermäßigen Freisetzung von körpereigenen Mittlersubstanzen wie Histamin führt und lebensbedrohliche Folgen haben kann.
Ablehnungsdiagnose in der BU
Alternative: Erwerbsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsprüfung und/oder schwere-Krankheiten-Versicherung.
6Amputationen
7Arcus Lipoides corneaeFettstoffwechselstörung
8Arthrose, ArthritsDegenerative Gelenkerkrankung; Abnutzung; Bei der Arthiritis sind die Gelenke entzündet.
9Asthma
10Bänderriss
11Bandscheibenschaden
12BauchbruchMeist als Folge von Operationen; in die Bauchdecke wurde ein Schnitt gemacht und hier entsteht ein Loch; siehe auch Hernie
13Beckenschiefstand
14Blutdruck zu hoch od. zu tief
15BrandwundenHier geht es natürlich nicht um kleine Verbrennungen;
16Brücheschwere, z.B. Wirbelsäule,
17BursitisEntzündung eines Schleimbeutels, meist am Ellenbogen oder Knie; besonders gefährdet sind Personen, die viel kniehend arbeiten wie z.B. Fließenleger.
18Darmentzündung
19DermatitisEntzündliche Reaktion der Haut
20Durchblutunsstörungen
21Einzelniere
22EkzemeEntzündung der Haut
23EnterocolitisDarmerkrankung
24ExostoseAus dem Lateinischen ex (aus) und os (Knochen); Knochenauswuchs, Bildung von kompakter Knochensubstanz, die nach außen wächst; z.B. Fersensporn;
25Gallenerkrankungen (allg.)
26GaumenspalteAngeborene Erkrankung
27Gelenkentzündung
28Gesichtslähmung
29Gesichtsspalte
30GonarthroseKniegelenksarthrose
31Hallux valgusZehenfehlstellung
32HalswirbelsäulensyndromAuch HWS-Syndrom genannt
33Hämorrhoiden
34Harnleiterstein
35Harnwegserkrankungen (allg.)
36HasenscharteSiehe Lippenspalte
37HernieEs gibt 3 Hauptgruppen von Hernien: Leistenbruch, Bauchbruch und Nabelbruch;
38HexenschussPlötzlich auftretender Schmerz in der Rückenmuskulatur; Schmerzzone liegt zwischen Schulterblättern und Steißbein; (tritt der Schmerz im Bereich der Lendenwirbel auf, dann spricht man von einem Lumbago), ein klassischer Hexenschuss-Schmerz sollte in 3 Tagen wieder vergehen. Tut er das nicht, ist ein Arzt aufzusuchen.
Bei einmaligen Beschwerden Annahme, sonst Leistungsauschluss für Wirbelsäule und Stützapparat.
Alternative: Erwerbsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsprüfung und/oder schwere-Krankheiten-Versicherung.
39Hodenerkrankungen (allg.)
40Hüftprobleme
41IschialgieSchmerzen, die durch die Reizung des Ischiasnerves entstehen
42KlumpfußFußdeformation; der Betroffene geht auf dem Fußaußenrand, bei schweren Fällen sogar auf dem Fußrücken.
43KnochenspornMeist in Gelenken oder der Wirbelsäule, ein Knochensporn besteht auch Knochengewebe,
44komplexes regionales Schmerzsyndrom
45KrampfadernErweiterte Venen; das Klappensystem ist gestört, der Bluttransport ist gestört.
46Kurzsichtigkeit
47Lebererkrankungen (allg.)
48LegasthenieEntwicklungsstörung der Lese und Schreibfähigkeiten
49Leistenbruch
50LippenspalteAuch Lippen-Kiefer-Gaumenspalte genannt; in der Embryonalentwicklung entwickeln sich Teile der Mundpartie nicht normal; wird häufig auch als Hasenscharte bezeichnet.
51LordoseHohlkreuz
52LumbagoSiehe Hexenschuss; Begriff Lumbago wird häufig auch dem Begriff Hexenschuss gleichgesetzt.
53Lungenerkrankungen (allg.)
54Luxationen (z.B. Knie, Schulter)Ausrenkung
55 Magen-Darm-Erkrankungen (allg.)
56MeniskusschadenVon solchen Verletzungen sind oft Sportler betroffen (z.B. Fußball, Tennis, Handball, Ski und Snowboard, Squash, Kampfsport) ebenso wie Menschen, die beruflich ihre Knie stark beanspruchen (z.B. Fliesenleger).
Leistungsausschluss Erkrankungen und Funktionsstörungen des betreffenden Kniegelenks, selten Beitragszuschlag 25% in der BU.
Alternative: Erwerbsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsprüfung und/oder schwere-Krankheiten-Versicherung.
57MyalgienMuskelschmerz
58 Mykosen der HautPilzinfektion
59MyogelosenMuskelverhärtung, Konten-, Wulstbildung
60Myopie > -8 DioptrienAuch wenn eine Kurzsichtigkeit nicht als Krankheit im eigentlichen Sinne angesehen wird, muss diese sehr starke Form der Myopie im BU-Antrag angegeben werden, da dort nach Fehlsichtigkeit und Dioptrien gefragt wird.
Ausschlussklausel in der BU
Alternative: Erwerbsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsprüfung und/oder schwere-Krankheiten-Versicherung.
61Nachtblindheit
62Nagelbettentzündung
63NarbenhernieSiehe Hernie; Narbe bricht nach Operation wieder auf.
64Nesselsucht
Neurodermitis
Hauterkrankung; im Anfangsstadium blassrote Erhebungen, diese werden dann größer zu sog. Quaddeln und jucken sehr;
65NeuralgieAttakenweise auftretende Schmerzen
66NeurofibromKnotenbildung aus dem Stützgewebe des peripheren Nervengewebes; müssen i.d.R. operativ entfernt werden;
67OtoskleroseOhrenerkrankung: schrittweiser Gehörverlust;
68ParonychieInfektion an der Hand und zwar am Nagelwall; dies ist der untere Teil des Nagelbettes
69Periarthritis humeroscapularisHäufig auch als Subakromialsyndrom bezeichnet; steht für schmerzhafte Störungen in der Umgebung des Schultergelenkes.
70Pilzerkrankungen
71psychische Erkrankungen
(z.B. Burn-out, Erschöpfungszustand, Angstzustände, depressive Episode, Depression, neurotische Störungen)
Psychische Erkrankungen gehören mit 42% zu den Gründen von Berufsunfähigkeit (Erwerbsminderung in der Rentenversicherung und dementsprechend zu den am meist behandelten Diagnosen. Die Beurteilung einer psychischen Erkrankung im Rahmen der Prüfung von Berufsunfähigkeit ist äußerst schwierig.
Leistungsausschluss psychische und psychosomatische Erkrankungen bzw. Ablehnung in der BU.
Alternative: Erwerbsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsprüfung und/oder schwere-Krankheiten-Versicherung.
72 RegenbogenhautentzündungEntzündliche Erkrankung der Iris.
Leistungsausschluss Sehvermögen, d.h. alle mit dem Sehvermögen in Verbindung stehenden Erkrankungen und Beschwerden sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.
Alternative: Erwerbsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsprüfung und/oder schwere-Krankheiten-Versicherung.
73Renale Glukosurie
Diabetes renalis
Funktionsstörung der Niere; Kennzeichen: dauerhafte Ausscheidung von Glukose im Urin; dennoch kein erhöhter Blutzuckerspiegel und normale Glukosetoleranz
Ablehnung in der BU und in der Schwere-Krankheiten-Versicherung.
Alternative: Erwerbsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsprüfung.
74Scheuermann´sche ErkrankungWachstumsstörung der Wirbelsäule, tritt im Jugendalter auf, kann zu Fehlhaltung führen; tritt bei männlichen Jugendlichen häufiger auf als bei Mädchen. Wird auch Adoleszentenkyphose genannt
75Schielen
76Schilddrüsenüberfunktion
77Schilddrüsenunterfunktion
78SchuppenflechteAuch Psoriasis genannt; gutartige, chronische Hautkrankheit, Kennzeichen: erhöhte Schuppenbildung
79SehnenentzündungVerletzungen treten i.d.R. abrupt auf, nicht so die Sehnenentzündung; bei der Entstehung schmerzt sie kaum und wird daher meist ignoriert; allmählich bildet sich dann der Schmerz; tritt z.B. häufig bei der Achillessehne auf.
80SehnenscheidenentzündungEntzündung des Sehnengleitgewebes; am meisten betroffen sind Handgelenk und Unterarm
81SenkniereSiehe Wanderniere
82SkolioseSiehe Wirbelsäulenverkrümmung
83SpondylolisthesisWirbelkörpergleiten; i.d.R. Lendenwirbel
84StarTrübung der Augenlinse
85Sudeck-SyndromÄußerst schmerzhafte Erkrankung der Gliedmaßen; im Endstadium schrumpfen Haut, Muskeln und Sehen
86Taubheit
87Taubstummheit
88Tennisarm bzw. -ellenbogen
89TinnitusImmer wiederkehrender Ton, der nur subjektiv wahrgenommen wird; der Untersuchende kann den Ton nicht hören;
90TrigeminusneuralgieAttakenweise heftige Schmerzen im Versorgungsgebiet eines oder mehrerer Trigeminusäste; die Schmerzen treten somit im Gesicht auf, denn der Trigemiusnerv übermittelt Empfindungen im Gesichtsbereich an das Gehirn.
Zur Entscheidung wird ein Arztbericht Trigeminusneuralgie einschließlich Folgen benötigt. Je nach Ausprägung der Beschwerden Leistungsausschluss bis Ablehnung möglich.
91TrommelfellperforationVerletzung des Trommelfelles
92ÜberbeinAuch Ganglion genannt; es bildet sich ein Hohlraum aus Bindegewebe; dieser ist meist mit einer gallertartigen Masse gefüllt.
93Unterleibserkrankungen (allg.)
94 WanderniereAuch Senkniere genannt; eine oder auch beide Nieren sind beweglich und verändern bei bestimmten Körperbewegungen die Position; kann man operativ fixieren;
95Weitsichtigkeit
96WirbelsäulenverkrümmungSkoliose: dauerhafte, seitliche Verkrümmung der Körperachse; es kommt zu einem Schulterhochstand;
97WolfsrachenAndere Bezeichnung für Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten
98XanthelasmenAblagerung von Cholesterin im Bereich der Augenlider; sind im Prinzip ungefährlich, schauen aber sehr hässlich aus, was häufig zu psychischen Belastungen führt.
99ZervikalsyndromAllgemeiner Sammelbegriff für von der Halswirbelsäule ausgehende oder den Halswirbelsäulenbereich betreffende Beschwerden;
100ZuckerkrankheitDiabetes mellitus

Bei bestimmten Erkrankungen ist i.d.R. leider kein Abschluss einer BU-Versicherung mehr möglich. Anbei seien einige aufgeführt. Doch auch hier gilt: Krankheiten können unterschiedlich verlaufen oder sind ggf. inzwischen besser behandelbar. Daher sind dies keine definitiven Aussagen!

Liste von nicht versicherbaren Krankheiten:

  • Krebserkrankungen
    (z.B. Ardenokarzinom, Leukämie, Hautkrebs, Sarkom)
  • AIDS, HIV-Infektion
  • Tuberkolose
  • Parkinsonsche Krankheit
  • Suchterkrankungen
    (z.B. Alkoholismus, Medikamenten- oder Drogensucht)
  • Alzheimer Krankheit
  • Aneurysma
  • Muskelschwund
  • Diabetes Typ I (insulinpflichtig)
  • Psychische Erkrankungen
    (wie z.B. Neurosen, Angstzustände, Anorexie, Bulimie, Borderline, Depressionen, Hysterie, Manie, Persönlichkeitsstörungen, etc.)
  • Schlaganfall
  • Bypass-Operation
  • Mukoviszidose
  • Down-Syndrom
  • Akute Gehirn(haut)entzündung
  • Muskelschwund
  • Bluterkrankheit
  • Multiple Sklerose
  • Herzinfarkt
  • Kinderlähmung
  • Syphilis
  • Morbus Hodgkin

Beispiele häufiger Entscheidungen bzw. Einschränkungen durch die Versicherung:

  • Leistungsausschluss für:
  • Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates (z.B. Hexenschuss, Lumbalgien, BWS-, HWS und LWS-Syndrom, Bandscheibenvorfall, Meniskusoperation, Kreuzbandruptur, Tennisarm usw.).

    Allergien (z.B. Heuschnupfen, Medikamentenallergie, Nickelallergie, Bronchialasthma usw. - Bei Asthma kann es durchaus zu einer Ablehnung kommen).

    Migräne, häufige Kopfschmerzen usw.

  • Risikozuschlag für:
  • Kreislauferkrankungen (z.B. Bluthochdruck etc. und Erkrankungen der Verdauungsorgane, Stoffwechselstörungen Cholesterin etc. - führen unter Umständen sogar Ablehnung).

  • Mögliche Ablehnungen:
  • Geistes- oder Gemütserkrankungen (z.B. Deppression, psychosomatische Leiden etc.)

    Multiple Sklerose

    Krebs

    Diabetes mellitus


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