Checkliste Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten:

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Checkliste Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten:

Auch für Akademiker gilt – eine BU-Versicherung ist elementar und wichtig!

Das Erwerbseinkommen ist die Grundlage für unseren Lebensstandard. Fällt diese Grundlage (also die Arbeitskraft) weg, bleibt nur der Weg zum Sozialamt. Dennoch versichern in Deutschland immer noch sehr wenige den Wegfall dieses elementaren Einkommens ab. Eine private Arbeitslosenversicherung wäre unsinnig und gibt es daher auch nicht. Man kann sich jedoch gegen die finanziellen Folgen einer Invalidität bzw. Krankheit versichern.

Dauerhafte Invalidität, meist verursacht durch eine Erkrankung, führt im Regelfall dazu, dass man seinem Beruf gar nicht mehr oder nur noch teilweise nachgehen kann. Oft kann man überhaupt keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehen. Tritt dieser Fall ein, sind Arbeitnehmer über die gesetzliche Rentenversicherung abgesichert, leider aber völlig unzureichend . Die durchschnittlich gezahlten Erwerbsminderungsrenten sind mit unter 700 Euro im Monat so niedrig, dass Betroffene Grundsicherung (Sozialhilfe) beantragen müssen, da ein Überleben nicht möglich wäre.

Das Risiko, keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehen zu können ist ein elementares und sollte unbedingt abgesichert werden. Grund ist meist eine Erkrankung und kein Unfall. Das Riskiko sollte also mit einer privaten Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung abgesichert werden, da diese sowohl bei Krankheit als auch bei Unfall leistet. Die private Unfallversicherung leistet nur bei Invalidität als Folge eines Unfalls.

Anbei eine von unserem langjährigen Experten erarbeitete Checkliste. Diese ist eine große Hilfestellung bei der Suche nach dem richtigen Tarif. Bei allen Anfrage in unserem Forum ist die Erfüllung bzw. Übererfüllung aller Punkte der Checkliste garantiert. Es gibt eine solche Vielzahl von Versicherern und Tarifen, von denen jeder erzählt er hätte das beste Produkt. Schon daran könnt Ihr erkennen, dass nur ein versierter, unabhängiger Berater, die Tarife und Gesellschaften analysieren kann.

Dies ist durch unseren Experten Herrn El-Gamali gewährleistet und garantiert. So könnt Ihr einen Tarif abschließen, der Euren individuellen Bedürfnissen entspricht und keine Versicherung von der Stange ist.

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Private Unfallversicherung als Alternative?

In Deutschland besitzen weit mehr Menschen eine Unfallversicherung, als eine echte Absicherung der Arbeitskraft wie die Berufs-, Erwerbsunfähigkeitsversicherung oder Schwere-Krankheiten-Versicherung (Dread-Disease-Versicherung). Klar, diese Unfallpolice ist einerseits günstiger zu erhalten und andererseits ist die Gesundheitsprüfung nicht so streng. In Sachen Gesundheitsprüfung achten allerdings die meisten nicht auf den größten Stolperstein bei der Unfallversicherung – den Mitwirkungsanteil von Vorerkrankungen. Das Risiko einer dauerhaften Invalidität aufgrund eines Unfalls ist darüber hinaus auch sehr gering. Während der Kindheit und Jugend und dann erst wieder ab einem Alter von 65 Jahren besteht echter Versicherungsbedarf für das Unfallrisiko. Das Risiko einer Erkrankung übersteigt das Risiko des Unfalls um ein vielfaches. Man muss daher leider feststellen, dass in Deutschland eine Vielzahl von Menschen völlig falsch versichert ist. Dies wird in einer aktuellen forsa-Umfrage des Jahres 2013 bestätigt. Wer sich gezielt für eine Unfallversicherung zur Absicherung der Arbeitskraft entscheidet, trifft die falsche Entscheidung.

Beispiel zum Mitwirkungsanteil der privaten Unfallversicherung:
Versicherungsbedingungen eines Anbieters:
"Haben Krankheiten oder Gebrechen bei der durch ein Unfallereignis verursachten Gesundheitsschädigung oder deren Folgen mitgewirkt, mindert sich im Falle einer Invalidität der Prozentsatz des Invaliditätsgrades [...] entsprechend dem Anteil der Krankheit oder des Gebrechens. Beträgt der Mitwirkungsanteil weniger als 25 %, unterbleibt jedoch die Minderung."
Unser Hinweis:
Eine Krankheit ist eine Störung von Organen mit der Folge von körperlichen, geistigen oder seelischen Veränderungen. Bei der Prüfung des Mitwirkungsanteils wird der objektiv vorhandene ärztlich festgestellt Körperzustand beurteilt, unabhängig davon, ob Ihr von einer Erkrankung Kenntnis besitzt oder Euch krank fühlt! Unter einem Gebrechen versteht man einen dauernd abnormen Gesundheitszustand, der eine einwandfreie Ausübung der normalen Körperfunktion nicht mehr zulässt.
Praxisurteil des Bundesgerichtshofs (IV ZR 70/11) aus dem Jahr 2011:
Durch einen Unfall erlitt ein Mann bei Elektroarbeiten einen Stromschlag und starb elf Tage später. Nach den Versicherungsbedingungen führten Krankheiten oder Gebrechen, die zumindest 25 % an dem Todesfall mitgewirkt haben, zu einer Reduzierung der Leistung aus der Unfallversicherung. Der Versicherte litt unter anderem vor dem Unfall an einer Herzerkrankung. Für diese Erkrankung wurde eine 50%ige Mitwirkung festgestellt. Der Versicherer musste somit nur 50% der vereinbarten Versicherungssumme bei Unfalltod zahlen.
Die häufigsten Vorerkrankungen, die zu Problemen führen können:
Herz-Kreislauf Störungen, Herz-Muskel-Schwäche, Herz-Rhythmus-Störungen, Vorschädigungen der Organe (bspw. Niere, Leber etc.), Behandlung mit Medikamenten (z.B.blutverdünnendes Medikament) wird einer Krankheit gleichgesetzt, Fettsucht, Übergewicht, künstliche Gelenke, Diabetis, Sehnenschäden...

Merke:

Bei der privaten Unfallversicherung wird im Leistungsfall geprüft, ob und welche Vorerkrankung einen Mitwirkungsanteil beim Unfallereignis hatte. Es wird also eine Gesundheitsprüfung erst im Leistungsfall gemacht. Je nach prozentualer Höhe des Mitwirkungsanteils reduzieren sich die Versicherungsleistungen. Der in den Versicherungsbedingungen vereinbarte Mitwirkungsanteil liegt in der Regel zwischen 25% und 50%. Sehr wenige Versicherer verzichten auf den Mitwirkungsanteil, stellen aber hierfür dann schon im Versicherungsantrag ausführlichere Gesundheitsfragen.


Die gesetzlichen Leistungen bei Verlust der Arbeitskraft

Seit der Einführung der zweistufigen EM-Rente (Erwerbsminderungsrente, Rentenreform 2001) gibt es keinen Berufsschutz mehr vom Staat. Der Staat sagt, er ist nur für eine Grundversorgung verantwortlich. Es ist nicht seine Aufgabe, einen bestimmten Status, der aufgrund eines höheren Einkommens erlangt wurde, zu erhalten. Dies bedeutet jedoch: Je höher das Einkommen war, umso höhere Einkommensverluste sind abzusichern. Dennoch zeigt sich, dass viele Akademiker, die durchaus die finanziellen Mittel hätten, sich abzusichern, dies nicht tun. Dabei ist der Gedanke, keine finanziellen Mittel mehr zu haben und von Freunden und Verwandten oder vom Staat abhängig zu sein, für viele sicher kein reizvoller Gedanke.

Eine BU ist wichtig von der Ausbildung bis zum Eintritt des Rentenalters. Aber – vollständigen Versicherungsschutz erhalte ich nur, wenn ich kerngesund bin und das bin ich meistens noch während der Ausbildung, also in jungen Jahren. Meist auch noch bei Berufseinstieg. Man sollte also auf alle Fälle so früh wie nur möglich einen solchen Abschluss unter Dach und Fach bringen. Für Akademiker bedeutet das – am besten schon während des Studiums!

Wenn es nun so klar auf der Hand liegt, dass dieser Abschluss wichtig ist, warum wird er dann nicht getätigt? Dafür gib es mehrere Gründe:


Schwierige Risikoeinschätzung: Betrachtet werden muss die Möglichkeit eines Schadens (Eintrittswahrscheinlichkeit) und die Höhe des Schadens. Wer im Bekannten- oder Verwandtenkreis kein konkretes Beispiel findet, tut sich unglaublich schwer mit der tatsächlichen Risikoeinschätzung. Vor allem die Möglichkeit des Schadens wird häufig unterschätzt. Wird diese dann noch ausgeschlossen, wird die Höhe natürlich nicht mehr überdacht. Über die Medien wird das Risiko der Berufsunfähigkeit ausschließlich werbewirksam und theoretisch, teilweise sogar falsch thematisiert. Es ist daher in vielen Köpfen nur abstrakt vorhanden. Die Auseinandersetzung mit dem Thema findet daher häufig weder im sozialen Umfeld noch aus Eigeninitiative heraus statt. Erst wenn Beschwerden am eigenen Körper auftreten, wird man sich des Themas mit voller Wucht bewusst. Leider ist dann häufig kein Abschluss mehr möglich. Es gibt in unserem Forum zahlreiche Anfragen von Menschen, denen erst durch eine Erkrankung bewusst wurde, dass es ohne eine zusätzliche private Absicherung an die Existenz geht. Diese Leute wären bereit hohe Beiträge für eine Absicherung zu zahlen, erhalten allerdings keinen Schutz mehr.

Fehleinschätzung der eigenen Fähigkeiten und der eigenen Gesundheit:So lange man jung ist, kann man vieles leisten. Aber wie sieht die Situation aus, wenn man mit 50 sehr krank wird? Wie sieht die Situation aus, wenn man Opfer einer psychischen Erkrankung wird? Das sind Situationen, die der momentanen realen Situation fern sind, eine Einschätzung ist kaum möglich. Fehleinschätzungen wie: „Ach ja, mit meiner Ausbildung kann ich immer noch irgendwas arbeiten“ sind dann die Folge. Man spricht in diesem Fall von einer „Kontrollillusion“. Der junge Mensch überschätzt seine Kontrollfähigkeiten, er meint, er könne auch die Probleme, die eine BU mit sich bringen, kontrollieren und bewältigen. Leider zeigt die Realität etwas anderes. Hinzu kommt, dass der Mensch dazu neigt, das Risiko einer Erkrankung bei sich selbst immer geringer einzuschätzen, als bei anderen. Ein Raucher sieht z.B. durchaus das Risiko einer Brustkrebserkrankung, geht allerdings davon aus, dass er selbst nicht besonders gefährdet ist.

Hedonistischer Lebensstil: Wenn sich Studenten mit dem Thema BUV befassen, wird Ihnen die Wichtigkeit einer Police zwar bewusst, da aber nicht allzu viele finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, wird der Abschluss auf spätere Zeiten vertagt. Erst mal braucht man das eigene Geld für Reisen, ein Auto, zum Ausgehen oder sonstige Dinge, die für das junge Leben von großer Bedeutung sind. Im Normalfall zieht ein junger Mensch die Möglichkeit einer Fernreise dem Abschluss einer BUV vor. Eine BUV kostet Geld und bedeutet somit einen aktuellen Konsumverzicht. Da sich ein junger Mensch häufig eher an den aktuellen Interessen orientiert und nicht an die Risikoabsicherung der Zukunft, bleibt der Abschluss aus. Dabei möchten die meisten irgendwann einmal eine Familie gründen und spätestens dann auch abgesichert sein. Das Dumme bei der BUV ist jedoch, dass man dann meist schon ein Alter hat, das einen unkomplizierten Abschluss nicht mehr zulässt.

In Deutschland besteht eine Tradition für das Absichern von Gegenständen. Ein Beispiel: Es besteht kein Zweifel darüber, dass man ein neues KFZ Vollkasko versichern muss. Dabei ist der finanzielle Schaden eines KFZ-Totalschadens weit geringer als der Wegfall des Erwerbseinkommens. Oder: Der Abschluss einer Hausratversicherung scheint vielen Menschen besonders wichtig, weil sämtliche Gegenstände, die ein Eigentum darstellen, abgesichert sind. Viele dieser Menschen besitzen aber tatsächlich keine private Haftpflichtversicherung. Während der eigene Hausrat meist einen Wert von ein paar 10000 Euro hat, können Haftpflichtansprüche in die Millionen gehen.

Fehlende Motivation: Man muss ein Risiko erst einmal wahrnehmen, um einen Antrieb zu entwickeln, sich über ein Thema zu informieren. Es wird zwar überall darauf verwiesen, dass eine Arbeitskraftabsicherung wichtig ist, solange man aber gesund ist und zusätzlich 1000 andere „wichtige“ Dinge zu erledigen hat, ist die Motivation sich mit dem Thema Arbeitakraft zu beschäftigen kaum vorhanden. Völlig nachvollziehbar aber fahrlässig.

Negative Beurteilung des Versicherungsvertriebes: Die BU ist ein recht komplexes Produkt. Es ist nahezu unmöglich ohne Berater einen guten Abschluss zu machen. Bei Studenten und jungen Akademikern wird die Tätigkeit von Mitarbeitern der Versicherungsbranche oft sehr kritisch beäugt; zum Teil natürlich auch zurecht. Es besteht ein innerer Unwillen dazu, sich mit jemanden zum Beratungsgespräch zu treffen, weil man negative Assoziationen mit dem gesamten Versicherungsvertrieb verbindet.

Versicherungslaie: Man hat sich noch sehr wenig mit dem Thema Versicherungen auseinandergesetzt. Vielleicht hat man schon eine eigene Haftpflichtversicherung abgeschlossen, aber im Großen und Ganzen lief bisher alles über die Eltern bzw. über die Mutter oder den Vater. Die ersten Abschlüsse sind mit die schwierigsten. Das Wissen über Finanzprodukte und Versicherungen ist häufig gering und erschwert somit eine Einschätzung, ob der Aschluss notwendig ist. Dem finanziellen Aufwand für eine Arbeitskraftabsicherung muss das subjektive gute Gefühl gegenüberstehen, dass man sich richtig abgesichert hat. Eine der ersten Versicherungen, die man abschließen muss ist also gleichzeitig eines der komplexesten Produkte am Versicherungsmarkt überhaupt. Eine genaue Zieldefinition ist nötig: Um sich mit einer komplizierten und komplexen Sache auseinanderzusetzen, muss man sich ein Ziel setzen. Das heißt in Eurem Fall: Der erfolgreiche Abschluss einer Arbeitskraftabsicherung. Nur wer sich dieses Ziel auch konkret setzt, kann es erreichen. Es ist also wichtig, sich alle bisher genannten Steine aus dem Weg zu schaffen, sich ein konkretes Ziel zu setzen und den Abschluss durchzuziehen.

Diese Ausführungen zeigen, dass ein rationales vernünftiges Handeln schwer durchzuziehen ist. Es gibt Dinge, die sollte man nach dem Gefühl entscheiden und Dinge, die sollte man mit Vernunft angehen. Beim Abschluss von Versicherungen ist wohl eher die Vernunft gefragt.